Seit geraumer Zeit fällt mir immer mehr auf, dass , die in den USA riesige Hits waren, in Deutschland floppen? Aber warum ist das so?

Als ich mir das letzte Mal darüber Gedanken gemacht habe, bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass es an der Gesellschaft liegen muss. Sehen wir uns einfach an, welche Serien große Hits in Deutschland sind: , , , Grey’s Anatomy, , (zumindest die ersten beiden Staffeln), .

Folgende gute Serien, die in den USA totale Hits waren, sind in Deutschland habwegs gefloppt: , , Californication, , 24 (zumindest die letzten Staffeln).

Jetzt stellt sich die Frage warum das so ist? Wenn man sich die Flops einmal anschaut, sind diese Serien fortlaufend. Das bedeutet, dass wenn man die Folgen aneinandersetzt und durchguckt, dann erhält man einen kompletten langen Film. Die Folgen, die erfolgreich waren, wie Grey’s Anatomy, Dr. House oder Desperate Housewives haben natürlich alle für eine komplette Staffel eine Gesamthandlung, sind aber im Grunde von Folge zu Folge abgeschlossen.

Daraus deute ich, dass die Deutschen tatsächlich eher abgeschlossene Folgen mögen und die Amerikaner eher eine komplette Handlung. Daraus schließe ich, dass die Deutschen eher Gelegenheitsgucker sind. Sie mögen zwar die Serien, aber gucken die nicht jedes Mal aufs Neue. Die Deutschen haben vielleicht nicht immer die Zeit sich an die Zeiten der Fernsehsender zu halten und gucken hin und wieder in die Serien hinein. Das ist sicherlich bedingt durch das gesellschaftliche Leben in Deutschland. Man stellt sich einfach einmal vor: Man steht früh morgens um 6 Uhr auf, um danach zur Arbeit zu gehen. Die Arbeit endet um 18 Uhr und man hat ab diesem Zeitpunkt Zeit zum relaxen. Die Wenigsten wollen sich dabei körperlich, als auch psychisch unter Druck setzen oder weiter beanspruchen. Daher guckt man sich Serien an, die den Kopf nicht fordern, einfach des Entspannens wegen. Tiefgründige und anspruchsvolle Serien bleiben dann meist aussen vor.

Ausserdem kann man weitere Aspekte in den Serienhits sehen: In den Serien werden alltägliche Probleme gezeigt. Entweder Liebesgeschichten in Krankenhäusern, Liebesgeschichten und Streitigkeiten in einer Vorstadt oder die ganz alltäglichen normalen Probleme, die scheinbar auch reiche Familien haben. Man kann sich in diesen Serien an dem Unglück Anderer ergötzen und sich vielleicht sogar an Unglücken anderer erfreuen. Andersrum werden in manchen Serien auch die Träume der Zuschauer in den Vordergrund gerückt: Wer will als armer Junge nicht gern in einer reichen Familie aufgenommen werden?

Ein anderer Aspekt könnte vielleicht doch der Sender sein. Dexter, Californication, Heroes und 24, alles Tophits in den USA und Flops in Deutschland, laufen auf . Hat tatsächlich so einen schlechten Ruf, versteht doch nichts von Marketing und gelungener Werbung? An der Werbung bei wird es nicht liegen. Der Marketingmix von , besonders bei diesen Serien, war stets sehr gelungen und gut durchdacht. Werden diese Serien also durch den Ruf von zerstört? Scheint so. Aber VOX ist mittlerweile auch ein anerkannter Sender, der früher eher als Rentnersender galt. Wie kam es in der Gesellschaft zu dieser Sinneswandlung?

Wie seht ihr das? Ist der Sender schuld oder die heutige Gesellschaft in Deutschland?

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